GeoTour 2
Deutsche Alpen & Zugspitze
Die Gletscher der Alpen, welche in den Kaltzeiten sogar bis ins Alpenvorland vorstoßen konnten, formten gewaltige Trogtäler und prägen die Landschaft bis heute.
Die Zugspitze (Foto: (c) Apachelance - Fotolia.com) ist mit 2.962 m ü. NHN der höchste Berg Deutschlands. Sie gehört zum Wettersteingebirge und liegt in den Nördlichen Kalkalpen.
Am Zugspitzmassiv treffen der Wetterstein-Hauptkamm (Grenze zwischen Österreich und Deutschland), der Blassenkamm und der Waxensteinkamm zusammen. Hier befinden sich zwei der bekanntesten deutschen Gletscher, der Schneeferner und der Höllentalferner.
Geologisch besteht das Zugspitzmassiv vorwiegend aus Wettersteinkalk (aus der oberen Trias) und Dasycladaceen, entstanden aus marinen Algen die vor allem in flachen Lagunen tropischen Klimas vorkommen.
Inntal, Alpenvorland und Bodensee
Das Inntal (Foto: (c) Shreddhead - Fotolia.com) ist ein die Ostalpen, von Südwesten nach Nordosten durchquerendes Tal, das vom Inn durchflossen wird.
Das bayerische Inntal geht bei Rosenheim in das Alpenvorland über.
Das Nördliche Alpenvorland ist geologisch betrachtet ein randlicher Meerestrog der Alpen, also ein Molassebecken, in während des Tertiärs bis zu 5000 Meter mächtige Sedimente aus Schluff und Ton („Tegel", „Schlier"), Sand und Geröll abgelagert wurden. Diese haben ihren Ursprung in der Erosion der aufsteigenden Alpen. Seine heutige Gestalt verdankt das Alpenvorland insbesondere den Eiszeiten.
Das nördliche Alpenvorland ist von teils ebenen, teils hügeligen Wiesenlandschaften und Waldgebieten geprägt.
In den Endmoränenlandschaften des südlichen Alpenvorlandes gibt es viele Seen, die teilweise ins Gebirge hineinragen (Bodensee, Tegernsee, Starnberger See, Chiemsee, Attersee, Mondsee, Traunsee etc.). Grundmoränden, Endmoränen, Drumlins und Gletscherrandseen (z.B. Ammersee) gehören zu den typischen Formen des Alpenvorlandes.
Die Bezeichnung Bodensee fasst die drei im nördlichen Alpenvorland liegenden Gewässereinheiten Obersee, Untersee und Seerhein zusammen. Es handelt sich also um zwei selbständige Seen und einen sie verbindenden Fluss (Fließgewässer).
Das Bodenseebecken wurde während der Würm-Eiszeit durch den aus dem alpinen Rheintal austretenden Rheingletscher geformt. Der heutige Bodensee liegt also in dessen fluvioglazial erodiertem Zungenbecken. Insofern kann man den Bodensee als würmglazialen Zungenbeckensee oder Gletscherrandsee bezeichnen.